Freitag, 18. Mai 2018

Du hast von Alexis Snow

Du hast: Thriller
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  • erschienen beim Papierverzierverlag
  • Veröffentlicht am 26. April 2018
  • ca. 194 Seiten
  • erhältlich als Taschenbuch und eBook

Sascha Baumgarten ist Abteilungsleiter im Morddezernat in Köln. Er und sein Team werden zu einem besonders blutigen Mord gerufen. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf Judith Braun, deren Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Irgendwie laufen die Fäden immer bei der so verletzlich wirkenden Frau zusammen, die nur mit Mühe ihren Alltag bestreiten kann. Zu tief sitzt der Verlust des geliebten Mannes. Doch der perfide Mörder hat den Toten ins Zentrum des Interesses gerückt und weitere Frauen stehen auf seiner Abschussliste.

Durch insgesamt 25 Kapitel führt der ich - Erzähler. Jedoch lassen gleich drei Figuren den Leser an ihren Handlungen, Gedanken und Emotionen teilhaben. Klar abgegrenzt durch die einzelnen Kapitel wird auch der Beginn mit dem Namen des entsprechenden Erzählenden gekennzeichnet.
Die Art des Erzählens mag ich ganz gerne, da der Einblick viel tiefer und berührender sein kann. In dieser Geschichte war ich sehr dankbar über den Stil, weil ich zu Beginn den Eindruck hatte, dass sich die Autorin mit Nichtigkeiten aufhält. Das trat aber nur bei einem Charakter auf. Teilweise beschrieb sie vereinzelte Handlungen sehr detailliert, sodass mir kurzzeitig die Aufmerksamkeit abhandengekommen ist. Doch die Autorin hat das Ruder recht schnell herumgerissen, sodass ihr locker, leichter Schreibstil mich tiefer in die Geschichte trug.
Der Spannungsaufbau war zwar langsam, dafür jedoch stetig. Als die Geschichte Fahrt aufnahm, war es schwer das Buch aus der Hand zu legen.
Der Aufbau der Handlungen ist weitestgehend logisch sowie chronologisch. An zwei Stellen war ich mir unsicher ob der Autorin ein Fauxpas passiert ist oder ob es beabsichtigt war. Mit dem gut erklärten Ende der Geschichte könnten die zwei Stellen auch gewollt gewesen sein. Es würde zu mindestens exzellent zum Kontext passen.

Die Figuren sind schön ausgearbeitet worden, haben Ecken und Kanten und sind glaubwürdig dargestellt worden. Auch konnte ich die Erzählenden gut voneinander unterscheiden, da sie allesamt unterschiedlich Sprachmuster aufwiesen. Sehr gut fand ich, dass der gesamte Fall die Beteiligten irgendwie auch verändert hat. Auch wenn ich früh geahnt habe wer beziehungsweise was hinter den Morden steckt.

Fazit: Ein Thriller, der gut zu lesen ist, eine solide Story hat und einen doch an den entscheidenden Stellen zu fesseln vermag.

Gesamteindruck 📖 📖 📖 📖
Schreibstil ✐ ✐
Logik 💡 💡 💡
Spannung 💥 💥 💥
Liebe / Gefühl 
Tragik 😢 😢
Tiefsinn 💁 💁
Mord 🍴 🍴 🍴 🍴
Gewalt ✊ ✊
Kaufempfehlung


Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Davon ist meine Rezension jedoch nicht beeinflusst worden.


Link zum Kauf des Buches

Montag, 14. Mai 2018

Holly und die Sache mit den Wünschen von Kerstin Barth


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Holly und die Sache mit dem Wünschen
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  • erschienen bei Independty Publishing
  • Veröffentlicht am 13. Mai 2018
  • ca. 170 Seiten
  • erhältlich als Taschenbuch und eBook
  • Band 1 der Holly Reihe

Holly Bishop ist Studentin und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Wäre da nicht der unbändige Wunsch einen passenden Partner fürs Leben zu finden. Von einem Buch inspiriert will sie dem Universum die Vorstellung von ihrem Traummann mitteilen. Ungeduldig wartet sie auf die Erfüllung und ist dabei völlig versiert darauf nun endlich den Richtigen zu finden. Dabei übersieht sie so einige Fettnäpfchen, die ihren Weg pflastern. Schlussendlich meldet ihre Oma sie zu einer Dating Show an. Obwohl Holly nicht wirklich daran teilnehmen will, beugt sie sich dem Begehren ihrer Oma. Sie lernt dort Gregor kennen. Ob das Universum doch ihren Wunsch erhört hat?

Fünfundzwanzig betitelte Kapitel laden den Leser zu einer schönen Reise durch das Leben und das Problem mit dem Wünschen ein. Die wirklich sehr sympathische und liebenswerte Holly führt den Leser durch ihre eigene Geschichte. Langsam und doch so unendlich leicht kam ich in diese frühlingshafte Story. Ich lernte Holly kennen, die auf Biegen und Brechen endlich den Mann fürs Leben will. Und dann kommt immer wieder das Leben dazwischen. Mit Witz, Charme und der nötigen Portion Ernsthaftigkeit hat Kerstin Barth wundervolle Szenen erschaffen, in denen sich jeder wiedererkennen kann. Wir alle haben doch schon mal etwas gewollt oder geplant und dann kam alles ganz anders. Die Umsetzung hat mir super gut gefallen.
Ich liebe es, wenn sich das Cover und oder Titel im Buch wiederfindet. Und ja, dieses wunderschöne Cover ist eng mit der Geschichte verwoben.
Insgesamt fand ich die Mischung der vorkommenden Figuren authentisch und liebenswert. Neben Holly stachen für mich ganz besonders Oma Yoda und Maren hervor. Das war wirklich eine tolle Frauentruppe.
In Kerstin Barths süßer Geschichte knistert es hin und wieder ganz schön. Doch mehr als die berühmten Funken fliegen nicht. Im Kontext zu den Handlungen ist dies aber absolut stimmig und auch vollkommend ausreichend.
Der Handlungsaufbau ist konsequent und logisch. Zu Beginn erfährt der Leser auch einiges aus der Vergangenheit, was aber gut in das Gesamtgebilde eingebettet wurde.
Einziger Wermutstropfen war für mich, dass es manchmal so wahnsinnig detaillierte Zimmer- und Dekobeschreibungen gab. Das mag ich nicht so besonders und langweilt mich dann auch schnell. Das ist aber mein ganz persönlicher Spleen und Jammern auf höchstem Niveau.


Fazit: Eine zauberhafte Geschichte. Sie lädt zum Träumen, zum Mitweinen und -lachen ein und ist so vielfältig geschrieben wie das Leben selbst. Oma Yoda mit ihren klugen Ratschlägen ist grandios und erinnerte mich oft an meine eigene geliebte Oma.

Gesamteindruck 📖 📖 📖 📖
Schreibstil ✐ ✐
Logik 💡 💡 💡 💡
Spannung 💥 💥
Humor 😊 😊 😊
Liebe / Gefühl  ❤ ❤
Kaufempfehlung


Vielen Dank, dass ich ein Teil deiner Vorableser Gruppe sein durfte, liebe Kerstin. 
Davon ist meine Rezension jedoch nicht beeinflusst worden.


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Freitag, 11. Mai 2018

Knochenschrei von Catherine Shepeherd

Knochenschrei: Thriller von Catherine Shepherd
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  • erschienen im Kafel Verlag
  • Veröffentlicht am 20. März 2018
  • ca. 342 Seiten
  • erhältlich als Taschenbuch und eBook
  • Band 8 der Zons - Reihe

Im mittelalterlichen Zons verschwindet eine Nonne spurlos. Der Stadtsoldat Bastian Mühlenberg begibt sich auf die Suche. Schon bald taucht durch Zufall eine Leiche auf. Es ist eine Nonne, die eingemauert wurde. Was ist nur los im Kloster und warum berichten einige Frauen, dass der Teufel zu Besuch käme?
In der Gegenwart findet eine frisch gebackene Hausbesitzerin ein Skelett. Die herbeigerufene Kriminalpolizei findet neben dem jahrhundertealten Skelett auch eine frische Leiche. Oliver Bergmann und sein Partner ermitteln und stoßen bald auf noch mehr Tote.

Endlich geht es weiter mit Bastian und Anna. Obwohl diese ungewöhnliche Liebesgeschichte durch mehrere Jahrhunderte getrennt ist und auch nur eine nette kleine Nebenrolle im Buch einnimmt, ist sie doch unverzichtbar für mich. So ist es auch gar nicht verwunderlich, dass ich mich riesig auf den achten Zons - Thriller gefreut habe und ich wurde auch nicht enttäuscht.
Catherine Shepherd versteht es meisterhaft mit der Hoffnung der Leser zu spielen. Mittels des personalen Erzählers konnte ich mehreren Figuren folgen. Durch den geschickten Aufbau der Geschichte war es auch kein Problem den unterschiedlichen Personen über die Schulter zu sehen. Egal ob Opfer, Ermittler, Unbeteiligte oder dem Mörder, immer ist es klar nachvollziehbar wer die aktuelle Szenerie erlebt und gestaltet.
Die Dynamik und Spannung war immer hoch
, was nicht zuletzt dem fantastischen Schreibstil der Autorin zu verdanken ist. Dieser ist flüssig und unheimlich gut zu lesen.
Besonders liebe ich den historischen Teil. Aber egal ob Vergangenheit oder Gegenwart, immer fließen echte Tatsachen in die Geschichte mit ein. Sei es die Polizeiarbeit oder historisch relevante Personen oder Folter- beziehungsweise Bestrafungsmethoden. Mit jeder Zeile spürte ich die fundierte Recherche der Autorin.
Dieses Buch lädt zum Miträtseln ein und ich habe mich sehr gefreut, dass sich einer meiner Vermutungen bewahrheitet hatte. Dabei war ich mir bis kurz vorm Ende nicht sicher. Catherine Shepherd legt gekonnt Fallstricke aus und führt der Leser sehr gut an der Nase herum. Dabei lässt sich alles logisch und chronologisch nachvollziehen.
Das Buch kann, wie auch schon die vorherigen Bände, unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden. Um der Geschichte folgen zu können, muss der Leser keine vorherigen Grundkenntnisse haben. Jedoch empfehle ich die anderen Bände zu lesen. Die Protagonisten entwickeln sich sehr schön weiter, ich könnte ewig weiter von und über sie lesen.


Fazit: Ein 1a Thriller. Der Wechsel zwischen den Untaten im Mittelalter und denen in der Neuzeit sind super spannend umgesetzt. Historisch und Aktuelle korrekte Details treffen auf die Fantasie einer klasse Autorin. Spannende Lesestunden sind somit ganz klar garantiert.

Gesamteindruck 📖 📖 📖 📖 📖 📖
Schreibstil ✐ ✐ ✐ ✐
Logik 💡 💡 💡 💡 💡 💡
Spannung 💥 💥 💥 💥 💥 💥
Liebe / Gefühl  ❤ ❤
Tragik 😢 😢 😢
Tiefsinn 💁 💁 💁
Mord 🍴 🍴 🍴 🍴 🍴
Gewalt ✊ ✊
Kaufempfehlung


Vielen Dank an Catherine Shepherd für das Rezensionsexemplar. 
Davon ist meine Rezension jedoch nicht beeinflusst worden.


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